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Alt 26.02.2016, 14:01   #11   Druckbare Version zeigen
authent Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 74
AW: Urknall und Unschärferelation

Hallo Nick und Muzmuz,
interessant, aber doch ziemlich abgehoben.
Nachdem ich einige Tage verhindert war mich an der Diskussion zu beteiligen, habe ich noch etwas Nachholbedarf. Lassen Sie mich daher bitte nochmals zum Ausgangspunkt - meinem Thema - zurück kommen.
1. Meine Frage: "......Wie man zu diesem konkreten Ergebnis einer Energie von > 10 hoch19 GeV kommt, habe ich versucht wie folgt nachzuvollziehen...." bleibt leider unbeantwortet. Das sind wohl nur Niederungen. Allerdings sind nummerisches Ergebnis und Dimensionierung wohl ok.
"Fair enough"
2. Ich will versuchen als TES (ist das der Themenersteller??) etwas beizutragen.
2. 1 Die Interpretation der für Nick unklaren Zahlen 7 500 000 000 ..... durch Muzmuz, deckt sich mit meiner Intention: Ich bin der Ansicht, dass es eine Wirklichkeit gibt, die an sich erkennbar, zumindest aber erschließbar bzw. eingrenzbar ist. Alle Menschen sind bewusst oder unbewusst in diese schillernde Erkennbarkeit eingebunden. Es gibt in dieser Gesamtheit von Menschen unterschiedlichster Couleur Untermengen. Da sind Parallelwelten, Wissens- und Glaubenskreise, Nationalitäten, usw. In jeder dieser Untermengen gibt es weitere Untermengen. Die Elemente all dieser Untermengen, Menschen, glauben an die von ihnen angenommenen Wahrheiten, die aber durch eine Vielzahl von individuellen Einflüssen wie Unkenntnis, Vermutungen, Illusion, Voreingenommenheit usw. beeinflusst sind: Die Schnittmenge, die all diese Wirklichkeiten zu einer Realität vereinigen kann, sind m.E., und da stimmen Sie mir wahrscheinlich zu, die Kriterien Reproduzierbarkeit, Berechenbarkeit und Messung.
2.2 Hallo Nick: Ihre kritische Bewertung von H. Fritzschs Zauberofen-Story ist für einen Hochenergie-Physiker sicher verständlich. H. Fritzsch ist allerdinge kein unbeschriebenes Blatt. WIKI: Harald Fritzsch * 10. Februar 1943 in Zwickau ist ein theoretischer Physiker, der vor allem wichtige Beiträge zur Theorie der Quarks, zur Entwicklung der Quantenchromodynamik und zur großen Vereinheitlichung des Standardmodells der Elementarteilchen geleistet hat. Für den interessierten Laien wie mich, ist seine Story im populärwissenschaftlichen Rahmen außerordentlich interessant, gibt einen Einstieg und Verständnisweg vor, und macht Appetit auf mehr. Das gilt auch für andere Autoren zu diesem Thema, wie z.B. S. Singh, H. Lesch, L. Randall, S. Hawking, L. M. Krauss, B. Glegg, G. Hasinger, K. Kiefer u.v.a.m., die durchaus im vergleichbaren Tenor publizieren.
Und um dieses Interesse für eine immer esoterischer werdende Wissenschaft geht es. In diesem Sinn hat die von Ihnen so seherisch, poetisch formulierte Klatsche:
"......mit anderen worten, deine frage hat nicht einmal zeit der bekannten wissensgrenze zuzuwinken, so schnell rauscht sie daran vorbei, geht durch alle regionen hindurch, in denen wir zumindest noch sinnvolle vermutungen anstellen koennen, und bleibt irgendwo am horizont stehen. wir haben nicht den hauch einer ahnung was da passiert, und alles was wir zu vermuten wagen, ist mit hoechster wahrscheinlichkeit weit ab der realitaet......."
einen negativen Beigeschmack. Kann man mit diesen Negationen Interesse für Physik, deren wissenschaftliche Nachfolge und vor allem ihre wirtschaftliche Unterstützung mobilisieren? Ich stelle mir vor, wie Sie mit diesen Statements die Investitionen für den CERN-Ausbau locker machen wollen: Und nachhause geschickt werden. (CERN hat bisher mindestens 6 Milliarden EURO gekostet und beschäftigt 10 000 Menschen). Wer wird für einen "fernen Horizont" bei solchen Prognose-Highlights Geld opfern?
Sollen die Wissenden unter sich bleiben?
Es ist wichtig den Menschen die wirklich höchst interessante Neue Physik nahe zu bringen und sie nicht zu desillusionieren. Nichtwissen erzeugt Misstrauen und dann folgt Angst.
2.3 Warum ist der Zauberofen..... "komplett a posteriori und ignoriert so ziemlich die gesamte hoch-energie-physik....?" H. Fritsch (1983) führt aus, dass die Teilchen, die ab 1014 Kelvin vermutet werden, nicht mehr durch Experimente beweisbar sind also nicht aus der Erfahrung stammen.
2.4 Nick: ...man nehme ein nicht-leeres system und stecke genuegend energie hinein....
Frage: Was ist ein nicht-leeres System? Meinen Sie das im Sinn von Aristoteles, der die Leere logisch ausschloss? Nach ihm kann der leere Raum nicht Etwas sein und muss daher zum Nicht-Seienden gehören. Es kann also kein Leeres, kein Nichts geben. Ich vermute Sie haben das zu Quantenfluktuationen (Heisenberg!) fähige Vakuum gemeint? Durch Energiezufuhr wird es dann zum Schwarzen Strahler.
2.5 Ich verstehe, dass wir dem Grundsatz von Max Planck folgen müssen
Wirklich ist alles, was messbar ist
Und damit ist sicher auch das Zukunftsproblem genannt: Bis wohin kann man messen? Zum Einen Ist jetzt schon erkennbar, dass unsere Bereitschaft neue, noch teurere Messsysteme zu finanzieren bzw. die notwendige Energie bereitzustellen zu können, an Grenzen stößt. Zum Zweiten besteht die Vermutung, dass Hochenergie-Physik in energetischen Höhen denkt, die nicht mehr experimentell belegbar sind. Wie soll das mit der Gesellschaft kommuniziert werden?
Am Schluss bleibt nur noch die "schöne, elegante" String-Mathematik, die 99,9999 % der Menschen nicht verstehen, und nur für die Protagonisten zum Überlebensvehikel wird.
Ich fürchte, Hochenergie-Forschung wird nur weitergehen, wenn Wirtschaftskreise (das ginge ja noch) bzw. Militärs wieder einmal Fährte aufnehmen (Siehe Manhatten Projekt), weil am wissenschaftlich-wirtschaftlichen Horizont Gewinne und Einfluss winken
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