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Alt 16.04.2019, 10:19   #1   Druckbare Version zeigen
Pflanzenfreak  
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Frage zu Nährstoffausfällungen in Aquarienwasser

Hallo zusammen,

mein Name ist Marco und ich habe mich hier angemeldet da ich einige Fragen zu Biochemischen Vorgängen im Aquarium habe.
Ich muss dazu erwähnen das ich im Bereich Biologie und Chemie ein Laie bin und mich deshalb hier an erfahrene oder angehende Chemiker bzw. Biologen wenden möchte.
Ich hoffe das ich damit bei einigen hier ein Interesse wecken kann.

Wie der Titel schon verrät geht es um Nährstoffällungen,in erster Linie um Eisen und Kalk und ob es da zusammenhänge geben kann.

Ich gehe mal ins Detail:

Grund für die Fragen sind, dass ich im Moment Ursachenforschung für ein Rotalgenwachstum (in meinem Fall umganssprachlich Pinselalgen genannt) in meinem Aquarium betreibe.
Ich bin mittlerweile soweit das ich recht sicher sagen kann das die Algen Calciumcarbonat als Kohlenstoffquelle nutzen und das dieses womöglich auch eine Lebensgrundlage für diese darstellt.
Ich habe das durch einige Versuche und Analysen herausgefunden.
Man kann diese Algen mit dem Desinfektionsmittel Glutaraldeyd unter Wasser einnebeln und dadurch abtöten.
Das habe ich vor einigen Wochen an einigen Stellen getan.
Nach dem der Zersetzungsprozess abgeschlossen war, waren weiße Rückstände zu erkennen.
Ich habe Grund zur Annahme das es sich dabei um Kalk handelt da mein Leitungswasser eine hohe Härte aufweist, 114 Mg/l Ca und 26 mg/l Mg bei einem CO2-Gehalt von 42,66 mg/l.
Zum Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht fehlen 10,77 mg/l. Das Wasser ist damit calcitabscheidend, der zugehörige Wert der Calcitlöslichkeit beträgt -12 mg/l.
Der Co2 - Gehalt im Aquarium liegt aber als Höchstwert am Abend bei ca 30 mg/l (der Wert wird mit einer Dauertestreagenz ermittelt)und fällt in der Nacht wieder leicht ab da das Co2 über eine Druckgasanlage während der Beleuchtungsphase zugegeben wird.
Somit findet eine permanente Calciumcarbonatausfällung statt, die auch in Form einer Trübung der Wasseroberfläche sichtbar ist.
Ich sehe es dadurch, gegenwärtig, als erwiesen an das die weißen Rückstände der Algen aus Kalk bestehen und das dieser zumindest eine Lebensgrundlage darstellt.
Warum die Alge, trotz vorhandensein von gelöstem Kohlendioxid das Calciumcarbonat als Kohlenstoffquelle nutz ist mir schleierhaft, vielleicht liegt das aber auch schlicht in ihrer Natur.

Als Gegenmaßnahme dazu werde ich demnächst enthärtetes Wasser, mittels Umkehrosmoseanlage, verwenden um die Härte soweit zu senken das die 30 mg/l Co2 ausreichen um das Calcium in Lösung zu halten.

Jetzt komme ich aber zu einer Großen Unbekannten und der "Hauptfrage".

Die Algen reagieren auf die Zugabe von Eisendünger (Eisen 2 und Eisen 3 Verbindungen, je nach Dünger mehr oder weniger stark chelatiert) mit einem deutlich sichtbaren Wachstumsschub.

Können Verbindungen aus Calciumcarbonat und Eisenverbindungen entstehen oder sich irgendwie beeinflussen das diese Wachstumsschübe erklärt werden können?
Gibt es da irgendwas?

Ich habe die Vermutung weil ich den Schlamm ,der sich im Filter ansammelt und hauptsächlich aus pflanzlichen Teilen und tierischen Ausscheidungen besteht, auf Eisengehalt getestet.
Das Ergebniss war das der Schlamm recht stark Eisenhaltig ist, einen genauen Wert kann ich mit dem Tröpfchentest allerdings nicht ermitteln.
Der Wert hing davon ab wie viel Schlamm ich in die 5ml Testwasser gegeben habe.
Ich würde aber sagen das der Schlamm stark Eisenhaltig war da geringe Mengen Schlamm einen deutlich violetten Farbauschlag verursacht haben, entsprach dann auf die 5ml Wasser einem Gehalt von 1 mg/l.
Im Wasser selbst war kein Eisen nachweißbar.
Das bedeutet also das es bis unter die Nachweißgrenze ausffällt.

Nur warum passiert das?
Ich bin bei Internet - Recherchen auf einen Artikel gestoßen in dem stand das Calciumcarbonat Eisen binden kann, allerdings wurde darauf nicht näher eingegangen und ich kann mir deshalb daraus keinen Reim machen.

Meine Theorie: (Ich bin Laie!)
Das Calciumcarbonat fällt in kristalliner Form aus und wird wohl vom Filter aus dem Wasser seperiert und kann, je nach Größe der Kristalle, dort verbleiben und sich Mangels Co2 auch nicht mehr rücklösen.
Dadurch wird die Eisenausfällung gefördert.


Bin Ich auf dem Holzweg oder kann da grob was dran sein?

Über Antworten (die für mich auch verständlich formuliert werden) würde ich mich sehr freuen und bedanke ich mich bereits vorneweg!

Gruß Marco
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