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Alt 28.01.2017, 19:44   #1   Druckbare Version zeigen
Blumenbonita weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 11
Radikalische Polymerisation von Styrol

Ich muss eine radikalische Polymerisation von Styrol für den Chemie Unterricht beschreiben, hier ist mal mein Text, ich hoffe jemand nimmt sich die Zeit und gibt mir ein paar tipps/verbesserungsvorschläge/korrekturen


Bei einer radikalischen Polymerisation kommt es zu drei Teilschritten.

Der erste Schritt ist der Kettenstart. Hierbei verwendet man z.B. Peroxid als
Initiator, also als Starter, der Polymerisation.
Das Peroxid ist ein thermisch spaltbares zweiatomiges Molekül, welches durch Energie, also z.B. Licht oder Wärme gespalten wird.
Die gespaltenen Moleküle verteilen sich zu gleichen Teilen auf andere Moleküle, daher heißt dieser Vorgang homolytische Spaltung. Sie haben jeweils ein ungepaartes Elektron und sind daher sehr reaktiv. Sie suchen sich sofort einen neuen Bindungspartner. Diese reaktiven Moleküle heißen Radikale.

Im nächsten Schritt, dem Kettenwachstum, entsteht eine lange Polymerkette, indem sich an das Peroxid-Radikal Styrol-Monomere anlagern. Dadurch, dass sich dieser Vorgang immer wiederholt, pflanzt sich die Polymerkette immer weiter fort.

Bei dem letzten Schritt der radikalischen Polymerisation, dem Kettenabbruch, wird die Kettenreaktion nach und nach gestoppt.
Das geschieht dadurch, dass irgendwann immer öfter zwei Peroxid-Radikale aufeinander stoßen und so nicht mit weiteren Styrol-Monomeren reagieren.
Diesen Vorgang nennt man Rekombination.

Ein anderer Weg den Kettenwachstum zu stoppen, ist einen geeigneten Inhibitor als Hemmstoff einzusetzen. Dabei werden die aktiven Peroxid-Radikale in inaktive Radikale umgewandelt.
Chinone, z.B. p-Benzochinon, sind in der Lage diese umzuwandeln.

Dabei entsteht jedoch ein neues Radikal, das Aryloxy-Radikal. Dieses ist reaktionsträge und reagiert deshalb nicht mit weiteren Monomermolekülen. Allerdings kann es sich mit weiteren Radikalen verbinden oder z.B. Wasserstoffatmone übertragen.


Im Anhang habe ich noch die Strukturformeln dazu, hoffe da kann auch jemand was zu sagen.
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg 16325861_1313524935373222_339323986_o.jpg (40,5 KB, 4x aufgerufen)
Dateityp: jpg 16357765_1313370765388639_1023701122_o.jpg (39,4 KB, 4x aufgerufen)
Blumenbonita ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.01.2017, 20:44   #2   Druckbare Version zeigen
Nobby Männlich
Mitglied
Beiträge: 15.722
AW: Radikalische Polymerisation von Styrol

Der Starter ist kein 2-atomiges Molekül, was Du schreibst. Benzoylperoxid (C6H5COO)2. Das sind 28 Atome im Molekül.

Der Starter wird homolytisch gespalten und bildet Radikale, die greifen die Doppelbindung des Vinylbereich des Styrols an. Dadurch bildet sich ein neues Radikal was wieder das nächste Molekül angreifen kann und so wächst die Kette.

Auch die Rekombination wird in erster Linie nicht durch den Starter sondern durch Kettenmoleküle ausgelöst. Der Starter ist nur in katalytischen Mengen vorhanden und ist beim Starten so gut wie auch verbraucht.
__________________
Vena lausa moris pax drux bis totis
Nobby ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.01.2017, 20:53   #3   Druckbare Version zeigen
Blumenbonita weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 11
AW: Radikalische Polymerisation von Styrol

Danke für die Antwort
Ist es so richtig ?

Das Peroxid ist ein thermisch spaltbares Molekül, welches durch Energie, also z.B. Licht oder Wärme gespalten wird. Dieser Vorgang heißt homolytische Spaltung. Die beiden entstandenen Radikale verteilen sich zu gleichen Teilen auf andere Moleküle.

Im nächsten Schritt, der Kettenfortpflanzung, entsteht eine lange Polymerkette, indem sich an das Peroxid-Radikal ein Styrol-Monomer anlagert. Es lagert sich immer mehr Styrol an die Kette an und die Polymerkette pflanzt sich immer weiter fort.

Bei dem letzten Schritt der radikalischen Polymerisation, dem Kettenabbruch, wird die Kettenreaktion nach und nach gestoppt.
Das geschieht dadurch, dass irgendwann immer öfter zwei Kettenmoleküle aufeinander stoßen und so nicht mit weiteren Styrol-Monomeren reagieren.
Diesen Vorgang nennt man Rekombination.
Blumenbonita ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.01.2017, 21:11   #4   Druckbare Version zeigen
Nobby Männlich
Mitglied
Beiträge: 15.722
AW: Radikalische Polymerisation von Styrol

Zitat:
Zitat von Blumenbonita Beitrag anzeigen
Danke für die Antwort
Ist es so richtig ?

Das Peroxid ist ein thermisch spaltbares Molekül, welches durch Energie, also z.B. Licht oder Wärme gespalten wird. Dieser Vorgang heißt homolytische Spaltung. Die beiden entstandenen Radikale verteilen sich zu gleichen Teilen auf andere Moleküle.

Im nächsten Schritt, der Kettenfortpflanzung, entsteht eine lange Polymerkette, indem sich an das Peroxid-Radikal ein Styrol-Monomer anlagert. Es lagert sich immer mehr Styrol an die Kette an und die Polymerkette pflanzt sich immer weiter fort.

Bei dem letzten Schritt der radikalischen Polymerisation, dem Kettenabbruch, wird die Kettenreaktion nach und nach gestoppt.
Das geschieht dadurch, dass irgendwann immer öfter zwei Kettenmoleküle aufeinander stoßen und so nicht mit weiteren Styrol-Monomeren reagieren.
Diesen Vorgang nennt man Rekombination.
Kann man so lassen.
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Vena lausa moris pax drux bis totis
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polymerisation, polystyrol, styrol

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