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Organische Chemie Fragen und Antworten zur Chemie der Kohlenwasserstoffe. Hier kann alles von funktionellen Gruppen über Reaktionsmechanismen zu Synthesevorschriften, vom Methan zum komplexen Makromolekül diskutiert werden.

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Alt 12.01.2017, 00:18   #1   Druckbare Version zeigen
Yamira weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 12
Reaktion von Gummi und Naturlatex mit Salzsäure und Natronlauge

Hallo allerseits,

ich hatte in der Schule einen Versuch über mehrere Wochen hinweg für eine GFS laufen. Dabei hatte ich Proben von Naturlatex und Gummi in Salzsäure (2 mol/l) und Natronlauge (1 mol/l) eingelegt um eine Art Alterung zu simulieren, bzw. um herauszufinden ob Gummi tatsächlich resisdenter gegen Einflusse ist als das Naturlatex.
Soweit so gut, ich hab meinen Versuch inzwischen fertig, bin mir aber nicht ganz sicher ob ich bei den Reaktion richtig gedacht habe. Für das Latex bin ich von einem cis-Polyisopren ausgegangen, beim Gummi von der gleichen Grundkette ausgegangen, die durch Disulfidbrücken verknüpft wurden. Ich weiß das ist stark vereinfacht, aber das habe ich mit meiner Lehrerin abgesprochen.

Ich bin jetzt nur etwas ratlos was die Reaktionsprodukte angeht.

Ich habe mir überlegt,dass bei der Reaktion von Latex mit Salzsäure vermutlich die Doppelbindung aufklappt, ich denke die Salzsäure könnte sich als Chlor und Wasserstoff anlagern, gleiches beim Vorgehen mit der Natronlauge nur das die angelagerten Teile eine Hydroxygruppe und ein Wasserstoff atom wären. Ich bin mir aber unsicher ob das so möglich wäre, wenn überhaupt hat die Reaktion auch nur in gerigem Umfang stattgefunden, da sich der pH-Wert kaum geändert hat.

Für die Reaktion vom Gummi mit Salzsäure hatte ich die Idee, dass die Salzsäure evtl. mit den Sulfidbrücken reagiert und dabei Schwefelwasserstoff als Gas und Chlorid entsteht, ich hatte auch kleine Gasblasen in meinem Reagenzglas, als wäre es vielleicht möglich.
Für die letzte Reaktion, die von Gummi mit Natronlauge bin ich relativ planlos was da auf molekularer Ebene passiert. Hat da jemand eine Ahnung?

Insgesamt müssen die Reaktionen alle nur zu einem geringen Teil abgelaufen sein, das haben Messungen des pH-Wertes gezeigt, bei dem kaum Änderungen festgestellt werden konnten.

Tut mir leid dass es etwas kaotisch ist, ich hoffe auch ich bin im richtigen Unterforum.

Vielen Dank im Vorraus schon für Antworten

LG Yamira
Yamira ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 12.01.2017, 05:01   #2   Druckbare Version zeigen
imalipusram Männlich
Mitglied
Beiträge: 7.146
AW: Reaktion von Gummi und Naturlatex mit Salzsäure und Natronlauge

Zitat:
Zitat von Yamira Beitrag anzeigen
Insgesamt müssen die Reaktionen alle nur zu einem geringen Teil abgelaufen sein, das haben Messungen des pH-Wertes gezeigt, bei dem kaum Änderungen festgestellt werden konnten.
Yamira, versuche mal abzuschätzen, wieviel Gummi / Latex Du im Ansatz hattest (Anhand von Einwaage und Molekulargewicht der Monomere -> "Konzentration" der möglichen Reaktionsereignisse), wieviel HCl / NaOH vorhanden ist und wieviel davon übrigbleibt, wenn {1,2,5,10,20,50,100}% des Polymers so reagieren wie in Deinen Hypothesen. Dann schätze ab, wie sich das auf den pH ausgewirkt haben könnte. Im Zweifelsfall ist es vermutlich besser, die Konzentration an Säure / Base vorher / nachher durch Titration (eines Aliquots) zu bestimmen (die pH-Skala ist logarithmisch, kleine Änderungen in der Konz. von H⁺ oder HO⁻ fallen vermutlich nicht auf, rechne mal aus, was der Unterschied im pH einer 1.00M und einer 0.95M HCl ist. Mit einer Titration sollte man den Unterschied dagegen erfassen können).

Als Tests für die Alterung bieten sich auch an (mit kleinen Stückchen durchführen): Lösugsmittelbeständigkeit, Beständigkeit gegenüber Kochen und Einfrieren, Reißfestigkeit, Verfärbung (aus dem UV/Vis-Spektrum der Versuchslösungen könnte man evtl. kaffeesatzlesen, welche Art von Reaktionsprodukten entstanden sein dürfte). Ideal wäre natürlich die Messung der Durchbruchszeiten verschiedener Chemikalien (drum trägt man ja gelegentlich geeignete (!) Handschuhe), das dürfte aber im Schullabor eher sehr aufwendig bis unmöglich sein, fürchte ich.
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Und so gehts hier manchmal zu (sowas Ähnliches wie Fronleichnam, hier wird TuDiGong, dem Erdgott, tüchtig eingeheizt!) Oder so (auch ungeeignet für Gefahrstoffphobiker) und so und so.

Geändert von imalipusram (12.01.2017 um 05:13 Uhr)
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Stichworte
gummi, latex, natronlauge, salzsäure

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