Verfahrenstechnik und Technische Chemie
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Verfahrenstechnik und Technische Chemie Das Forum für die Chemie jenseits von Reagenzgläsern und Glaskolben. Hier können Probleme der Reaktionstechnik sowie der thermischen und mechanischen Stoffwandlungs- und Trennprozesse diskutiert werden.

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Alt 23.10.2018, 17:36   #1   Druckbare Version zeigen
Zengu  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 3
Cyanidisch verkupfern

Hallo

Ich möchte bei Bauteilen eine Kupferschicht als diffusionsbarriere verwenden.
Bei den zu härtenden Bereich wird maskiert.
Wir verwenden ein Kaliumcyanid bad.
Der Werkstoff besteht aber aus höher legierten Stählen (Cr) und wir wollten aber auf eine Nickelschicht(Nickelstrike) verzichten.
Nach mehreren Versuchen mit einer passenden Dekapierung und Expositionszeiten konnten wir eine haftende Kupferschicht vorweisen die eine Wärmebehandlung aushaltet.
Der Prozess wurde auf eines der zwei Becken abgestimmt.
Das Problem liegt jetzt beim zweiten Kupferbad mit der gleichen Vorbehandlung wird die Schicht deutlich dunkler rötlich, der Schichtaufbau ist sehr kristalin und es gibt keinerlei Schichthaftung.
Das Becken wurde knapp2-3 Monate nicht verwendet.
Der 2. Elektrolyt ist trüber wie der erste
Cu 58g/l
KCN 5.2g/l es wurde 1,5kg/100L zugegeben
KOH 0.4g/l

Der Cu gehalt ist natürlich zu hoch muss der einfach über Ausschussteile ausgearbeitet werden?
Oder liegt das Problem woanders?

Danke für die Hilfe
Zengu ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.10.2018, 12:40   #2   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 61.467
AW: Cyanidisch verkupfern

Willkommen hier!
Afaik fügt man Additive zu, um die Kristallbildung zu stören und eine glatte Schicht zu erzielen.
Thioharnstoff und Benzotriazol usw...

Nobby weiß sicher Bescheid!

Gruß,
Franz
__________________
Gib einem Mann einen Fisch, und Du ernährst ihn für einen Tag.
Lehre ihn das Fischen, und Du ernährst ihn für sein ganzes Leben.

Nichts, was ein Mensch sich auszudenken in der Lage ist, kann so unwahrscheinlich, unlogisch oder hirnrissig sein, als dass es nicht doch ein anderer Mensch für bare Münze halten und diese vermeintliche Wahrheit notfalls mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln verteidigen wird.

Stellt bitte Eure Fragen im Forum, nicht per PN oder Email an mich oder andere Moderatoren! Ich gucke nur ziemlich selten in meine PNs rein - kann also ein paar Tage dauern, bis ich ne neue Nachricht entdecke...

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Alt 24.10.2018, 14:56   #3   Druckbare Version zeigen
Nobby Männlich
Mitglied
Beiträge: 15.244
AW: Cyanidisch verkupfern

Beim Cyanidischen Kupferbad eher nicht.

Hier ein kleines Youtube zur Wirkungsweise.

http://galvano-keller.de/kupfer/#Cyanidischer_Kupfer_Elektrolyt

Es wurde beschrieben das bad ist Trübe, das sollte es nicht sein, daher mal filtrieren.
__________________
Vena lausa moris pax drux bis totis
Nobby ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.10.2018, 21:25   #4   Druckbare Version zeigen
Zengu  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 3
AW: Cyanidisch verkupfern

Zitat:
Zitat von FK Beitrag anzeigen
Willkommen hier!
Afaik fügt man Additive zu, um die Kristallbildung zu stören und eine glatte Schicht zu erzielen.
Thioharnstoff und Benzotriazol usw...

Nobby weiß sicher Bescheid!

Gruß,
Franz
Danke für das Willkommen

Bei den Versuchen hat ein zu hoher anteil an Additive sich schlecht auf die Haftung ausgewirkt
Für die Filtration sind Kerzenfilter im Einsatz mit der Umwälzung die Filter Wirken Optisch noch nicht verdreckt
Bin am Versuch mit Pulsstrom mich zu spielen wenn ich mich richtig erinnere ca 1-3sek. ohne 7-10sek.strom
werde euch auf den laufenden halten wenn sich etwas ergibt
Danke bis jetzt und auf kommende tipps
Zengu ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.10.2018, 07:14   #5   Druckbare Version zeigen
galvanix Männlich
Mitglied
Beiträge: 39
AW: Cyanidisch verkupfern

Warum cyanidisch?
galvanix ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.10.2018, 11:59   #6   Druckbare Version zeigen
Nobby Männlich
Mitglied
Beiträge: 15.244
AW: Cyanidisch verkupfern

Cyanidisch Kupfer wird oftmals als „Haftvermittler“ benutzt. Denn es lässt sich auf vielen Grundwerkstoffen, wie Stahl, Zinkdruckguss, Messung usw., sehr gut abscheiden. Saure Elektrolyte geben sudige Abscheidungen.
__________________
Vena lausa moris pax drux bis totis
Nobby ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.10.2018, 21:21   #7   Druckbare Version zeigen
galvanix Männlich
Mitglied
Beiträge: 39
AW: Cyanidisch verkupfern

Danke, Nobby.
galvanix ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 26.10.2018, 08:00   #8   Druckbare Version zeigen
Rumpanscher Männlich
Mitglied
Beiträge: 403
AW: Cyanidisch verkupfern

Zitat:
Zitat von Zengu Beitrag anzeigen

Cu 58g/l
KCN 5.2g/l es wurde 1,5kg/100L zugegeben
KOH 0.4g/l
Bei KOH muss ich immer an das CO2 in der Luft denken. Wenn die Lösung schon etwas älter ist kann es durchaus sein, dass es sich in der Flüssigkeit gelöst hat, was natürlich den pH beeinflusst. Schon den pH getestet?
__________________
Gäbe es die letzte Minute nicht, so würde niemals etwas fertig.
Mark Twain
Rumpanscher ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.10.2018, 12:21   #9   Druckbare Version zeigen
Nobby Männlich
Mitglied
Beiträge: 15.244
AW: Cyanidisch verkupfern

Daher ja die Trübung. Elektrolyte müssen klar sein, wenn man störungsfrei abscheiden möchte.
__________________
Vena lausa moris pax drux bis totis
Nobby ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.11.2018, 10:07   #10   Druckbare Version zeigen
Zengu  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 3
AW: Cyanidisch verkupfern

Zitat:
Zitat von Rumpanscher Beitrag anzeigen
Bei KOH muss ich immer an das CO2 in der Luft denken. Wenn die Lösung schon etwas älter ist kann es durchaus sein, dass es sich in der Flüssigkeit gelöst hat, was natürlich den pH beeinflusst. Schon den pH getestet?
Der p.H.-Wert ist ca 12
Die trübung ist leicht gelblich die abscheidegeschindigkeit ist viel geringer die Anoden sind aber nicht verfärbt
Kann ich die verunreinigung heraus filtern oder werde ich einen Neuansatz machen müssen?
Zengu ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.11.2018, 12:57   #11   Druckbare Version zeigen
donald313 Männlich
Mitglied
Beiträge: 482
AW: Cyanidisch verkupfern

Hallöle,

tja, was soll man sagen. Galvanomystik

Also mir scheint der pH mit 12 zu hoch, um 10 rum ist schon besser.
Carbonate sind in gewissem Grad förderlich für die Abscheidung.
Wie siehts mit den Anoden aus? In beiden Bäder die gleichen?
Schon mal ne Hullzelle gefahren?
Zu hoher Cu-Gehalt könnte im schlimmsten Fall zu einer Sudabscheidung führen. Ist aber eher auf Zn der Fall.
Entsteht deine gelblich Trübung an der Anode beim Betrieb?
Habt ihr überhaupt organische Zusätze drin?

Tipp am Rande --> Du kannst zwei gleiche Cu-Bäder haben und sie arbeiten beide unterschiedlich.

Gruß
Donald der alte Galvanofreak
donald313 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.11.2018, 13:00   #12   Druckbare Version zeigen
donald313 Männlich
Mitglied
Beiträge: 482
AW: Cyanidisch verkupfern

Zitat:
Zitat von Nobby Beitrag anzeigen
Daher ja die Trübung. Elektrolyte müssen klar sein, wenn man störungsfrei abscheiden möchte.
Hallo Nobby,

ist zwar im Grunde richtig, muss aber nicht immer so sein.
Cyan-Zn ist nie klar und arbeitet trotzdem ohne Pickel.
Cyan-Cu geht auch in trüb -- manchmal
und in Mattnickel (Perlglanz) macht man extra eine Trübung um den Effekt zu erhalten.

Gruß
Donald
donald313 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.11.2018, 12:24   #13   Druckbare Version zeigen
donald313 Männlich
Mitglied
Beiträge: 482
AW: Cyanidisch verkupfern

Schade,

scheinbar hat sich das Thema erledigt / oder zum Glück für den Anwender-

Gruß
Donald
donald313 ist offline   Mit Zitat antworten
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Stichworte
cyanidisch, edelstahl, kupfer, verkupfern

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