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Alt 05.12.2014, 18:29   #1   Druckbare Version zeigen
Pillepalle1 weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 74
Leitfähigkeit

Hallo, ich habe so einige Fragen bezüglich der Leitfähigkeit.
Leider verstehe ich nicht ganz, wie die Gleichungen der Äquivalentleitfähigkeit zustande kommen.
Was ich weiß:

- für eine Elektrolytlösung gilt das Ohmsche Gesetzt U= RI
- elektrische Widerstand = R= p * d/A
- p= der spezifische Widerstand
- die Leitfähigkeit k ist der Reziprokwert des spezifischen Widerstandes

Nun verstehe ich nicht, was jetzt genau die Äquivalenzleitfähigkeit ist

In meinem Buch finde ich diese Definition:
Äquivalenzleitfähigkeit ist die Leitfähigkeit einer Lösung bezogen auf die Äquivalenzkonzentration

Was ist die Äquivalenzkonzentration?
Wie genau kann ich diese berechnen?

Des weiteren habe ich Probleme mit dem Verständnis der Molaren Leitfähigkeit.

...

Vielen Dank an die Person, die sich mein Problem annimmt =)
Pillepalle1 ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 05.12.2014, 20:36   #2   Druckbare Version zeigen
Auwi Männlich
Mitglied
Beiträge: 9.766
AW: Leitfähigkeit

Ionenäquivalentleitfähigkeiten (nicht Äquivalenzleitfähigkeiten) sind die Leitfähigkeiten z.B. von Ionen auf eine Ladungseinheit (ein Äquivalent) bezogen.
z.B. {Na^+=50,1\,{cm^2\over \Omega\cdot mol}} {Cl^-=76,4}
oder {Ca^{++}=59,6\ \ SO_4^{--}=80}
NaCl hat dann die molare Leitfähigkeit von 50,1+76,4 = 126,5
CaCl_2 hätte dann 2*59,6 + 2*76,4=272
und Na2SO4 dann 2*50,1+2*80=260,2
Die so berechneten Leitfähigkeiten sind die molaren Leitfähigkeiten.
Auwi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.12.2014, 21:10   #3   Druckbare Version zeigen
Pillepalle1 weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 74
AW: Leitfähigkeit

Danke für deine Antwort.
Ich muss nochmal ganz blöd nachfragen:

Ionen auf einer Ladungseinheit? Wie darf ich das verstehen? Kannst du mir da vielleicht ein Beispiel nennen?

Also ist die Ionenäquvalentleitfähigkeit ein Tabellenwert der bestimmt wurde und womit man dann die molare Leitfähigkeit ausrechnen kann? Die Zahl mit der man das multiplizieren muss, ist das die Ladung der Ionen?

Noch eine andere Frage:

Um so verdünnter die Lösung ist, desto weniger Wechselwirkungen treten zwischen den Ionen auf und umso besser ist die Leitfähigkeit. Richtig?

Hydronium- und Hydroxidionen haben eine hohe Leitfähigkeit, da die Protonen in den Wassersoffbrückenbindungen wandern können.

Wieso leitet dann destilliertes Wasser den Strom so schlecht?
Pillepalle1 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.12.2014, 22:42   #4   Druckbare Version zeigen
Auwi Männlich
Mitglied
Beiträge: 9.766
AW: Leitfähigkeit

Zitat:
Also ist die Ionenäquvalentleitfähigkeit ein Tabellenwert der bestimmt wurde und womit man dann die molare Leitfähigkeit ausrechnen kann? Die Zahl mit der man das multiplizieren muss, ist das die Ladung der Ionen?
So ist es. In verdünnten Lösungen ist die elektrische Leitfähigkeit die molare Leitfähigkeit mal Konzentration.
Zitat:
Um so verdünnter die Lösung ist, desto weniger Wechselwirkungen treten zwischen den Ionen auf und umso besser ist die Leitfähigkeit. Richtig?
Das ist so nicht richtig. Die Leitfähigkeit wächst mit der Konzentration, aber nur in verdünnten Lösungen direkt proportional. Wenn Dein Satz Gültigkeit hätte, dann hätte ja eine Lösung mit verschwindendem Gehalt an Elektrolyt die höchste Leitfähigkeit.
"Normales" Wasser enthält immer Ionen, weshalb die elektr. Leitfähigkeit größer ist als in hochreinem destillierten Wasser.Durch die Eigendissoziation des Wassers sind auch in dem reinsten Wasser ca {10^{-7}mol/l\ H^+\,Ionen\  und\  OH^-\,Ionen} Daher der pH-Wert 7 . Dieser geringe Gehalt an Ionen bedingt die relativ kleine Leitfähigkeitvon reinstem Wasser.
Auwi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.12.2014, 15:23   #5   Druckbare Version zeigen
Pillepalle1 weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 74
AW: Leitfähigkeit

Ok, jetzt verstehe ich es.

Vielen Dank für die Hilfe!
Pillepalle1 ist offline   Mit Zitat antworten
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Stichworte
äquivalente leitfähigkeit, leitfähigkeit, molare leitfähigkeit

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