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Alt 15.07.2008, 16:25   #46   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.914
AW: Borreliose

So, muss den thread aus aktuellem Anlass mal ausgraben : habe nämlich jetzt einen positiven Western Blot auf Borreliose. Welches Antibiotikum ist entspricht denn nun den Regeln der Kunst - wie ihr euch vorstellen könnt, habe ich ein wenig den Glauben an die Ärzte verloren.



lg
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Alt 15.07.2008, 20:27   #47   Druckbare Version zeigen
Chfala Männlich
Mitglied
Beiträge: 679
AW: Borreliose

Ich hatte auch einen Zeckenbiss. Dann musste ich mal schöne 4-Wochen Doxycyclin schlucken natürlich auch "nur" auf verdacht. Nach einem Monat machte mein Hausdok dann den Antikörpertest und der war positiv. Und nach weiteren 2 Monaten wurde nochmals der Test gemacht mit dem Fazit dass der Titer ein wenig zurückging.

Erst habe ich mich tierisch auf die Antibiotikagabe geärgert aber im nachhinein wars besser.

Ich kann deinem Beitrag jetzt aber nicht entnehmen ob du oder deine Tochter positiv getestet wurde! Denn für deine kleine Tochter ist das doxy ja nichts!
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Gruß Begga Sepp
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Alt 15.07.2008, 20:31   #48   Druckbare Version zeigen
ehemaliges Mitglied  
nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
AW: Borreliose

helfen da nicht cephalosporine? glaube das auf einem cephalosporin im beipackzettel gelesen zu haben,dass es dagegen eingestzt wird.
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Alt 16.07.2008, 09:43   #49   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.914
AW: Borreliose

Weder meine Tochter noch ich, sondern meine Freundin. Von einer Zecke gestochen, kurz darauf Wanderröte, positive Serologie. Das mit den 4 Wochen Doxy habe ich auch gelesen, das wird dann wohl der (oder ein) richtige(r) Weg sein. Anderen Quellen zufolge soll Azithromycin ebenso wirksam sein. Wäre es nicht am sichersten, beide gleichzeitig zu verabreichen, das ist es, was ich mich frage ?
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Alt 16.07.2008, 09:52   #50   Druckbare Version zeigen
Tino71 Männlich
Moderator
Beiträge: 6.938
AW: Borreliose

Vorsichtig bleiben. Ich habe damals auch auf Verdacht Azithromycin einwerfen müssen (das Zeug bekommt man dann recht hoch dosiert) - und dann, neben einer negativen Serologie, auch noch das Ergebnis bekommen, daß ich mit einem Mal auf Cephalosporine hochgradig allergisch reagiere. Keine Borreliose, aber einen dreiwöchigen, extrem juckenden Ganzkörperausschlag. Im Hochsommer. Meine Fresse, was das sch§$%&#. Das mit dem gleichzeitigen Einwerfen zweier Antibiotika würde ich erst mal abklären lassen, vielleicht eben drum auch allergologisch.
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Vor dem Gesetz sind alle Katzen grau
Tino71 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.07.2008, 18:11   #51   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.914
AW: Borreliose

Der Arzt hat übrigens Amoxicillin (2 g/d) verschrieben. Was haltet ihr davon ? Wäre Doxycyclin nicht besser gewesen ? Und ist die Dosierung ausreichend ? www.dieterhassler.de nennt als Dosierung von Amoxicillin 3 g/d.

lg
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Alt 24.07.2008, 18:11   #52   Druckbare Version zeigen
Astat  
Mitglied
Beiträge: 1.050
AW: Borreliose

Guck ma da, Wormser und Shapiro sind weltweit führend.

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17029130?ordinalpos=7&itool=EntrezSystem2.PEntrez.Pubmed.Pubmed_ResultsPanel.Pubmed_RVDocSum
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Alt 29.07.2008, 10:04   #53   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.914
AW: Borreliose

Danke für den Artikel - werde ich mir mal zu Gemüte führen
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Alt 22.08.2009, 20:39   #54   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.914
AW: Borreliose

Da die Sache immer noch nicht geklärt ist, muss ich den thread nochmals ausgraben.
Nach der zweiten Chemotherapie (erste mit Amoxicillin, ein Jahr darauf mit Doxycyclin) gilt die Patientin immer noch nicht als geheilt. Das wirft für mich die Frage auf, nach welchen Kriterien man denn überhaupt über den Erfolg einer Therapie der Borreliose entscheidet. Ist es nicht anzunehmen, dass immer noch Antikörper nachweisbar sind, selbst wenn die Borrelien alle hinüber sind ? Kurz : wie weiss man eigentlich, ob man die Krankheit los ist ?

lg
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Alt 22.08.2009, 21:09   #55   Druckbare Version zeigen
jag Männlich
Mitglied
Beiträge: 18.506
AW: Borreliose

Das mit dem Amoxicillin war falsch, auch Tetracyvline sind nicht toll wirksam. Man hätte hochdosiert Cephalosporine und/oder Makrolide geben müssen.

Ich gehe nunmehr davon aus, dass die Krankheit in einem Zwischenstadium Akut/Chronisch ist. Der Antikörper-Titer ist nach meinem Kenntnisstand da gar nicht so wichtig, da Borrelien sozusagen intrazellulät schlafen können und dann wieder aktiv werden können - sie bilden dann auch (insbesondere bei zu niedriger Antibiotikadosis) Resistenzen aus.

Ich würde hier jetzt eine wirklich hochdosierte Therapie mit Ceftriaxon (4g/d i.V.) kombiniert mit einer hochdosierten Makrolidtherapie (4g/d auf 4 Einzeldosen) über 14 Tage in Erwägung ziehen. Das sind jeweils die zulässigen Höchstdosen für diese Antibiotoka bei Erwachsenen. Alles andere erscheint mir wenig sinnvoll.

Ergänzt: Chronische Borreliose ist eine sehr unangenehme Erkrankung, da würde ich Antibiotikanebenwirkungen auch in Kauf nehmen.

Gruß

jag
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Aus gegebenem Anlass: Alle Rechnungen überprüfen, da keine Gewähr. - Fragen bitte im Forum stellen.

Geändert von jag (22.08.2009 um 21:15 Uhr) Grund: Ergänzung eingefügt.
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Alt 22.08.2009, 21:21   #56   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.914
AW: Borreliose

Danke für die ausführliche und kompetente Antwort.
Zitat:
Zitat von jag Beitrag anzeigen
Das mit dem Amoxicillin war falsch, auch Tetracyvline sind nicht toll wirksam. Man hätte hochdosiert Cephalosporine und/oder Makrolide geben müssen.
Ich hab mich ziemlich viel in das Thema eingelesen (unter anderem die beiden Artikel, die weiter oben im thread zitiert werden.
Danach scheint Amoxicillin zwar Standard bei einer frischen Infektion.
Zitat:
Ich gehe nunmehr davon aus, dass die Krankheit in einem Zwischenstadium Akut/Chronisch ist.
Genau so ist es.
Zitat:
Der Antikörper-Titer ist nach meinem Kenntnisstand da gar nicht so wichtig, da Borrelien sozusagen intrazellulät schlafen können und dann wieder aktiv werden können - sie bilden dann auch (insbesondere bei zu niedriger Antibiotikadosis) Resistenzen aus.
Das heisst, der Antikörpertiter könnte sogar zurückgehen, obwohl noch Borrelien da sind ?
Zitat:
Ich würde hier jetzt eine wirklich hochdosierte Therapie mit Ceftriaxon (4g/d i.V.) kombiniert mit einer hochdosierten Makrolidtherapie (4g/d auf 4 Einzeldosen) über 14 Tage in Erwägung ziehen. Das sind jeweils die zulässigen Höchstdosen für diese Antibiotoka bei Erwachsenen. Alles andere erscheint mir wenig sinnvoll.
Das hat ein anderer, neulich zu Rate gezogener Mediziner auch gesagt.
Zitat:
Ergänzt: Chronische Borreliose ist eine sehr unangenehme Erkrankung, da würde ich Antibiotikanebenwirkungen auch in Kauf nehmen.
Weiss ich. Ein Familienmitglied ist an einer Neuroborreliose regelrecht eingegangen. Die letzten paar Monate in einer "geschlossenen" psychiatrischen Abteilung... Diese Krankheit ist so ziemlich das Schlimmste, was ich kenne.
ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.08.2009, 21:25   #57   Druckbare Version zeigen
jag Männlich
Mitglied
Beiträge: 18.506
AW: Borreliose

Zitat:
Das heisst, der Antikörpertiter könnte sogar zurückgehen, obwohl noch Borrelien da sind ?
Ja. Möglicherweise ist der Antikörpertiter in der Spinalflüssigkeit besser meßbar. Aber für die möglichen Therapieoptienen sagt das wenig aus.

Zitat:
Das hat ein anderer, neulich zu Rate gezogener Mediziner auch gesagt.
Ich persönlich würde dann nicht zögern.

Gruß

jag
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jag ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.08.2009, 21:59   #58   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.914
AW: Borreliose

Danke.
Nochmal zurück zur Eingangsfrage : woran erkennt man denn die Heilung ?
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Alt 23.08.2009, 01:35   #59   Druckbare Version zeigen
tomdoc Männlich
Mitglied
Beiträge: 1.152
AW: Borreliose

Heilung heisst, dass man symptomfrei ist und bleibt.

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Alt 23.08.2009, 22:37   #60   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.914
AW: Borreliose

Zitat:
Zitat von tomdoc Beitrag anzeigen
Heilung heisst, dass man symptomfrei ist und bleibt.
Das ist auf die Borreliose nur schwer anwendbar. Ich kann ja im chronischen Stadium jahrelang völlig symptomfrei sein, werde es aber nicht bleiben (wenn ich nicht vorher von einem Bus überfahren werde). In der symptomfreien Zeit müsste es doch irgendeine Möglichkeit geben um festzustellen, ob noch irgendwo in meinem Körper Borrelien schlummern. Denn einfach abwarten ob nicht doch irgendwann der nächste Krankheitsschub kommt, mag man dann doch nicht, da man ja wertvolle Zeit für eine mögliche Therapie verschläft. Oder ist es überhaupt nicht möglich, die Borreliose in ihrer Latenzzeit zu therapieren ?
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